Landeckshof am Heerener Holz
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© Sabine Landeck
Im Jahr 2011 endeckten wir in Kamen einen  schnuckeligen kleinen Bauernhof der zuvor schon  monatelang leer stand. Ich hatte mich sofort in den kleinen Hof verliebt. Der  rest der Familie brauchte doch schon etwas länger... ;) Naja, es war im nachhinein betrachtet auch sicherlich  eine ganze Menge Fantasie nötig um ihn sich so richtig gemütlich vorzustellen. Innen und außen gab es sehr  viel zu tun. Auch war und ist der Hof sehr abgelegen  und somit vor allem für unsere Großstadtkids (gebürtig  aus Dortmund) eine riesige Umstellung. Dennoch  waren wir uns alle im Sommer 2012 einig: Das wird unser HOF! 
Es folgte über ein Jahr harter Arbeit, inkl. vieler Rückschläge,  “unerfreulicher Überraschungen” und auch zwei härter  familierer Schicksalsschläge bis wir den Resthof von 1865  zumindest im Wohnbereich nach unseren wünschen  umgestalltet hatten. Angefangen haben wir mit der  Mietwohnung im Obergeschoss um zunächst einen Mieter zu  finden und so die laufenden kosten etwas zu refinanzieren. Im  August 2012 zog dann eine junge Familie in die Wohnung ein.
Wir konnten nun also anfangen auch unsere eignen 4 Wände zu renovieren/sanieren. In den ersten Wochen  bestand unser tun ausschließlich darin alles rauszureißen was nicht niet und nagelfest war. Alle Wasser-,  Heizungs- und Stromleitungen mussten komplett neu verlegt werden. Teilweise mußten die Fenster erneuert  werden und das Bad sollte in einen anderen Raum.   Die alten Fachwerkbalken haben wir weitestgehend frei gelegt um größere Räume zu erhalten und dabei  eine Menge “alten Staub” vergangener Jahrzehnte geschluckt. Alles in allem deutlich mehr Arbeit als  zunächst angenommen. Helfer hatten wir leider so gut wie garnicht. Mit einer Ausnahme: Daniel. Der Sohn  des Nachbarhofes.   Kurz nachdem unsere Mieter eingezogen waren, veranstallteten wir einen kleinen Nachbarschaftsumtrunk  
um uns bei den Bewohnern der umliegenden Höfe vorzustellen. Auch  Daniel war mit seiner Familie dabei. Vortan “schlich” er unentwegt um  unseren Hof. Thomas und mir war recht schnell klar, das dies nicht an uns  liegen konnte... Es war unsere älteste Tochter Lana die ihn interessierte. Es dauerte auch nicht lange, da waren die beiden ein Paar. Lana hat in Kamen nicht nur sofort ihre erste große Liebe- sondern auch  sofort eine Außbildungsstelle gefunden. Sie zog also gleich nachdem ihre  Wohnräume ferig gestellt waren im Feb. 2013 auf unsere Baustelle ein!  Auch ihren Herzenwunsch nach zwei Minischweinen erfüllte sie sich kurz  nach ihrem Einzug. Die ersten Katzen Katy & Socke zogen ebenfalls im  Frühjahr noch vor den restlichen Familienmitgliedern auf dem Hof ein. Aber  auch wir waren -abgesehen von Kyra-  Nachmittags eigendlich immer dort, so das  es nahelag auch unsere  Zwergkaninchenzucht vorzeitig umziehen  zu lassen. Kyra hatte in dieser Zeit sehr  lange Schule und empfing “die Arbeiter”  oftmals mit einem leckeren Abendessen  Zuhause in Dortmund. Erst in den  Sommerferien 2013 zogen die Landecks  dann alle wieder zusammen unter ein  gemeinsames Dach...;)
Eigentlich sollte nun langsam wieder ein wenig mehr Ruhe  einkehren- etwas mehr Zeit für die Familie bleiben, aber auch viele  Monate nach unserem Einzug fehlte es uns an Arbeit natürlich  nicht. Dennoch konnten wir wenigstens “einen Gang” zurück  schalten. Und auch mal die Seele baumeln lassen. Auch viele  weitere Tiere zogen nach und nach auf dem Hof ein... 
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Die Räume im Bauernhaus waren pünktlich zu unserem Einzug  weitesgehend fertig. Hier und da fehlten noch Türen, Zierleisten  oder der eine oder andere Schrank.   Aber da alles soweit funktional war, haben wir zunächst den  restlichen Sommer für die Arbeiten auf dem Hof genutzt. Erst im  Herbst/Winter dieses oder eines der kommenden Jahre (!) sollte  es dann drinnen den Restarbeien an den Kragen gehen... 
In diesem Jahr hat sich draußen auf dem Hof eine ganze Menge verändert.  Wir haben den ganzen Innenhof gepflastert, das Wohnhaus verputzt und die  Remiese mit Holz verkleidet. Die Terrasse haben wir ebenfalls neu angelegt  Wobei “Wir” ist vieleicht ein bisschen unglücklich ausgedrückt: Die kompletten Pflasterarbeiten im Innenhof hat Lanas damaliger Freund Daniel für uns  gemacht. Er ist Garten- Landschaftsbauer von Beruf und versteht sein  Handwerk! Thomas und Daniels Papa haben ihm aber fleißig zugearbeitet.  Und Ich?   Na einer muss ja auch der Chef sein... ;) Die Holzvertäfelungen hat Thomas dann allerdings wieder selber gemacht.  Und für den Feinputz an der Fassade haben wir eine Firma bestellt.  Außerdem ist neben der Terasse auch ein Ziegengehege entstanden. Darin  leben nun unsere drei Ziegen und unsere kleine Brahmagruppe. Es macht  einfach Spass gemütlich auf der Terrasse zu sitzen und den Tieren  zuzuschauen. Das ist dann auch wieder mein Job... ;) Ok... ich habe immer  den Holzanstrich und die Aufräumarbeiten übernommen. Man will sich ja nix  nachsagen lassen... Nein, im ernst: Fast alles was auf dem Hof an Arbeit anfällt, wird in  Teamwoork erledigt.
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   Berner- und Entlebucher Sennenhunde
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Leider mussten wir in diesem Jahr eine Zwangspause einlegen.   Ich bin an Krebs erkrankt und habe das komplette Jahr kämpfen müssen.  Dementsprechend lagen alle Arbeiten “rund um den Hof” still. Und auch von einigen Tieren  wie das Geflügel und später auch die Schweine haben wir uns leider trennen müssen. 
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Nach meiner Kur ende 2016 haben unsere Mieter in der oberen  Wohnung gekündigt. So das wir sogleich angefangen haben  diese ebenfalls komplett zu Sanieren. Neues Bad, neue  Stromleitungen neue Heizkörper etc. Die Wohnng ist so schön  hell und freundlich geworden, das Lana -unsere älterete Tochter-  ihren eigendlichen Plan, unten eine kleine Einliegerwohnung zu  beziehen, verwarf und sich die 95qm Wohnung “unter den Nagel  gerissen” hat...
Jawoll! Es geht weiter...
Die kleine Einliegerwohnung wird daher nun möbliert und als Ferien-/Monteurswohnung vermietet. Auch damit werden wir hoffendlich noch  fertig bevor das schöne Wetter in Deutschland einzug hällt. Denn auch in Sachen Gartengestalltung haben wir viele Pläne...  Wir haben eben ein komlettes Jahr aufzuholen...
... und so geht es immer noch weiter!     Denn wirklich fertig wird man auf so einem alten Hof ganz sicher NIE!
Wie alles begann
Im Garten haben wir eine große Teichlandschaft angelegt. Ein  Bachlauf verbindet eine kleine Teichwanne am Schweinegehege  mit dem großen Teich. Hier sind neben einem kleinem  Zierentenpaar, auch ein paar Fische und Schildkröten zuhause.   Die weitere Gestalltung des Gartens wird aber sicher noch einige  Monate/Jahre in Anspruch nehmen. 
Die Zwergkaninchen waren seid unseres Umzugs in dem alten  Pferdestall untergebracht. Zwei Jahre später konnten aber auch  sie endlich in ein neues luftigeres Domiziel ziehen. Die Weibchen  und die Kastraten leben nun in einem etwa 15 qm großen Freilauf  der mit vielen Ebenen, Versteckmöglichkeiten, Tunneln und co.  eingerichtet ist. Die Zuchtboxen sind nun im Schweinestall mit  untergebracht. Auch sie sind nochmal größer und heller  geworden. Hier bringen die Häsinen ihren Nachwuchs zur Welt  und auch die Rammler leben hier.